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Presseartikel 10/08: «Musik erleben und geniessen»

Vom Blasmusikfestival in Mels erwartet Roland Kohler viel gute Unterhaltung. Als OK-Mitglied und Präsident der Musikgesellschaft Konkordia empfiehlt er, das grosse Fest an allen drei Tagen in trautem Freundeskreis zu geniessen – egal welchen Alters dieser ist. Mit Roland Kohler sprach Axel Zimmermann

Roland Kohler, warum nahm die Musikgesellschaft Konkordia die grosse Aufgabe auf sich, einen eidgenössischen Anlass zu organisieren?
Roland Kohler: Wir wollten einmal einen Schweizer Anlass, welcher für uns in Bezug auf die Infrastruktur durchführbar ist, in unsere Region bringen. Die Musikgesellschaft Konkordia Mels hat im Jahr 1999 erfolgreich das St. Gallisch-Kantonale Musikfest in Mels durchgeführt. Mels gilt als Zentrum für die Blasmusik, regional und überregional.

Und zudem passt die Jugendförderung ins Konzept?
Kohler: Die Jugendförderung steht sogar im Mittelpunkt der Aktivitäten der Musikgesellschaft Konkordia Mels. Da das Schweizer Blasmusikfestival ein Wettstreit im Bereich Unterhaltungsmusik ist, welche vor allem Junge sehr begeistert, können wir diesen Bereich mit dem Blasmusikfestival ebenfalls fördern.

Wie sieht es altersmässig mit den Höhepunkten des Blasmusikfestivals aus? Ist es möglich, alle Generationen gleichermassen anzusprechen?
Kohler: Musik ist nicht altersabhängig, auch wenn man gewissen Altersklassen und Generationen gewisse Stilrichtungen aufzwingen mag. Wichtig ist die Stimmung – und dies gilt altersunabhängig.

Zum Beispiel?
Kohler: Rock und Pop können 16- bis 60-Jährige hören. Carlo Brunner kann mit seiner Band sogar alle Altersstufen ansprechen. Auch die Swiss Army Concert Band kann jede Altersgruppe erreichen.

Trotzdem gibt es Unterschiede je nach Interesse.
Kohler: Klar spricht die Bauernchilbi die Bauernsame an. Während des ganzen Blasmusikfestivals kommen die Musikliebhaber auf ihre Rechnung. Eher für jene, die es rockiger mögen, ist der Rock-, Pop- und Bluesabend.


«Der Aufwand ist gewaltig.»



Wo finden Musikanten ihre speziellen Leckerbissen?
Kohler: Blasmusikliebhaber und Musikanten müssen sich gar nicht auf die eigentlichen Wettspiele konzentrieren. Sie können während des ganzen Festivals auf dem Dorfplatz, auf der Festmeile und auf dem Festplatz Bündte viel gute Musik geniessen. Aber natürlich gibt es die Wettspiele und die Parademusik für die kritischen Beobachter. Allerdings werden wir auch dort erkennen: Je besser das Publikum erreicht wird, desto besser ist die Bewertung. Spannend ist es, wenn die Musikalität mit einer Show verbunden wird.

Das OK hat nebenbei auch Dorfgeschichte geschrieben. Impulse für Mels wurden ausgelöst.
Kohler: Ein Leckerbissen im kulinarischen Sinn ist der Melser Festwein, kredenzt von den drei einheimischen Weinkellereien Weinbaugenossenschaft Mels, Bärtsch & Söhne Mels, sowie Franz Müller, Heiligkreuz.

Die Vorbereitungen sind auf Kurs. Drei Tage vor dem Fest gibt vor allem der Zeltbau, der gestern in der Bündte bereits gut gediehen ist, noch viel zu tun.
Kohler: Der Aufbau ist nach abgeschlossener Detailplanung eine Herausforderung. Das Aufstellen ist so vorbereitet, dass es den Detailhandel und den Verkehr erst am Schluss betrifft.

Und schon bald wird auch wieder abgebaut und aufgeräumt – und das Fest wird Geschichte sein.
Kohler: Spannend ist zuerst der Umbau während des Fests. Blitzschnell, zur richtigen Zeit, wird das Zelt auf dem Dorfplatz am Sonntagmorgen abgebaut. Das wird ein gewaltiger Aufwand sein. Aber auch das Aufräumen und die Reinigung werden uns wichtig sein.

Doch vorerst zurück zum Fest: Das Melser OK spricht nicht nur Mels, sondern das ganze Sarganserland an.
Kohler: Mels bietet eine Plattform, wo wunderbare Blasmusik zelebriert werden kann. Diese kennt aber keine Dorfgrenzen, sondern ist für alle da. Regionale, kantonale, schweizerische und internationale Gäste sind auf den schönen Melser Festplätzen gleichermassen willkommen.



33 Formationen sind am Fest beteiligt
Am 2. Schweizer Blasmusikfestival gibt es Blasmusikformationen in allen Kategorien, von der Höchstklasse bis zur 4. Klasse, und von der Brassband bis zur Harmoniebesetzung. Das Sarganserland vertreten nebst der Musikgesellschaft Konkordia Mels als Organisatorin die Musikgesellschaften aus Bad Ragaz, Sargans und Murg. Die Harmonie Flums sorgt zudem für ein Frühschoppenkonzert. (az)

Jury braucht mehr als ein gutes Ohr
Die Jury setzt sich aus klingenden Namen der Blasmusikszene wie Peter Kleine Schars, Urs Heri, Werner Horber, Kurt Brogli, Yvo Mühleis und anderen zusammen. Sie brauchen nicht nur ein gutes Ohr für die Musik, sondern auch ein gutes Auge für die Choreographie. «Ich bin überzeugt, wir werden super Shows zu sehen bekommen», verspricht Roland Kohler namens des Organisationskomitees. (az)

Lange Liste mit klangvollen Namen
Nicht möglich ist es, in einem Atemzug alle wichtigsten Bands des 2. Schweizer Blasmusikfestivals aufzuzählen. Aus der Region gehören Alfred und das Echo vom Hangsack, die Blaskapelle Heidiland, Tomaros sowie die Midlife Dixieland Jazzband dazu. International bekannt sind zum Beispiel die Alpenrebellen, Oeschs’s die Dritten, Carlo Brunner und viele weitere. (az)

Kohler sorgt dafür, dass alles klappt
Roland Kohler ist OK-Vizepräsident des 2. Schweizer Blasmusikfestivals. Seit dem Jahr 2000 ist er Präsident der Melser Musikgesellschaft Konkordia. Beim Kantonalen Musikfest im Jahr 1999 stand er als Wirtschaftschef im Einsatz. Roland Kohler ist 44-jähriger Telekommunikationsingenieur. Er arbeitet international, ist deshalb viel unterwegs. Mit seiner Familie wohnt er in Heiligkreuz. (az)

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