Presseartikel 10/08: Eine ganz spezielle Viehschau
Beim dreitägigen schweizerischen Blasmusikfestival machte am Freitag die Melser Viehschau eine Initialzündung. Mit einer imposanten Bauernchilbi endete der Tierevent auf dem Melser Dorfplatz. Von Ignaz Good
Mels. – Traumhaft und einzigartig: Eine Viehschau wie im Lehrbuch erlebte die Gemeinde Mels am Freitag auf dem neuen Ausstellungsgelände Amperdell bei kaiserlichem Herbstwetter. Seit Jahrzehnten gehört die Melser Rindviehparade mit zu den schönsten Volksfesten der Region. Heuer wurde das Spektakel noch etwas intensiviert – was in diesem Fall heisst, musikalisch ergänzt.
So grassierte am Freitag neben dem «Züchtervirus» tagsüber auf dem Ausstellungsgelände und am Abend im Dorfzentrum auch eine «blasmusikalische Epidemie». Tausende von Besuchern und Zuhörern liessen sich von dieser exquisiten Mischung hinreissen. Erst nach vielen stürmisch erbettelten Zugaben räumte vor Mitternacht die Familienkapelle Oesch’s die Dritten die Bühne. Abgerundet wurde der von Gute-Laune-Stimmung geprägte Tag durch Carlo Brunner und seine Super-Ländlerkapelle. Für Rabatz rund um die Buschelischau sorgte tagsüber die Blaskapelle Schattdorfer Nachtbüäbä, die die Besucher fünf Stunden lang unterhielt.
«Fina» macht das Rennen
716 Rindviecher von 33 Züchtern wurden in 49 Abteilungen begutachtet und von sechs Experten rangiert. Das Resultat: Die schönste Kuh heisst Fina, ist hornlos und steht auf dem Baltschanahof. Mit Lisi und Conni auf den Ehrenplätzen eroberte Züchter Johann Wachter gleich einen Dreifachsieg. Das Buhlen um die Nachwuchs-Schönheitskönigin gewann «Biber» vom Melser Vorderberg. Sie wird gepflegt von Bruno Hobi und darf ans Titelrennen des stärksten sarganserländischen Nachwuchstiers in Valens. Den Vizetitel eroberte das Rind Malva des Juxhoflandwirts Karl Wachter vor «Juwel» aus dem Stall von Bruno Ackermann, Heiligkreuz.
Ein Experte meinte im Verlauf des Tages: «Dieses Melser Vieh ist eine wahre Augenweide». Dieses Kompliment freute nicht nur Schaupräsident Peter-Paul Hobi, sondern zeigt auch, dass die Züchter den richtigen Weg eingeschlagen haben.

