Presseartikel 10/08: Die Einheimischen haben ihr Fest mit Elan gerettet
Dass die Melser Viehschau ein garantierter Publikumserfolg ist, war von Beginn weg klar. Ein bodenständiges Publikum hatte sich wie jedes Jahr in der Festwirtschaft und bei den Tiervorführungen versammelt. Schwieriger abzuschätzen war hingegen das Publikumsinteresse für den einmaligen Anlass des Schweizer Blasmusikfestivals. Doch bereits am Freitagabend war mit dem praktisch ausverkauften Militärkonzert, dem überfüllten Dorfplatz und der hervorragenden Stimmung am einheimischen Jugendabend in der Bündte klar, dass das vieldiskutierte Festivalkonzept funktioniert. Von Axel Zimmermann
Gerettet haben das 2. Schweizer Blasmusikfestival in erster Linie die Melser und die weiteren Sarganserländer. Das Organisationskomitee und die Musikgesellschaft Konkordia Mels hätten das Festival gemäss eigenem Grundsatzbeschluss eigentlich absagen müssen. Mit nur 33 beteiligten Musikgesellschaften war es undenkbar, von einem grossen nationalen Anlass zu sprechen. Doch dank den Scharen von heimischem Publikum kam mit besonders attraktiven Unterhaltungsbands ein Volksfest der Extraklasse zustande, wie es in einem Dorfzentrum in dieser Grössenordnung eigentlich kaum durchführbar ist.
Die Sarganserländer Musikgesellschaften von Mels, Sargans, Bad Ragaz, Murg und Flums (Harmonie) haben mit ihrer Mithilfe und Teilnahme den Grundstock zum Erfolg gelegt. Neben den verständnisvollen Melser Anwohnern muss aber sicher das phänomenale Wetterglück mit dem spät, aber zuverlässig, eingetroffenen Altweibersommer zu den Erfolgsgaranten des 2. Schweizer Blasmusikfestivals gezählt werden.

